Nach den langen Fahrten der beiden
vorangehenden Tage beschloss ich, an einer Führung durch Kappadokien
teilzunehmen und mir so einen Überblick der Sehenswürdigkeiten zu
verschaffen.
Unsere Gruppe bestand aus zwei
türkischen Paaren, drei Indern und mir. So gab unsere Führerin ihre
Erklärungen abwechselnd in englisch und in türkisch ab. Dies
verschaffte Pausen, um die jeweiligen Objekte in Ruhe zu betrachten.
Die ganze Region ist voll auf
Massentourismus ausgelegt, so dass beispielsweise im Freilichtmuseum
jeder Gruppe pro Objekt ein Zeitschlitz von 3 oder 4 Minuten
zugestanden wird, bevor sie weiter muss. Nach der 25 orthodoxen
Kapelle ist das dann auch nicht mehr sehr tragisch, da in etwa immer
das selbe gezeigt wird.
Der Tag brachte das, was ich mir davon erhofft hatte, nämlich die verschiedenen Standorte der Felshäuser und -formationen zu sehen. Es war jedoch auch klar, dass ich nicht nochmals für mehr Einzelheiten an diese zurückkehren müsste.
Montag 9.4.2012
Dafür sollte der Montag einmal wieder
ein Tag für etwas „Hausarbeiten“ sein. Schreiben und planen,
denn da die Einreise nach Syrien mittels Visum an der Grenze nicht
möglich war, galt es nochmals die Alternativen zu prüfen. Eine
davon war bei der Syrischen Botschaft in Ankara ein Visum zu bekommen
und in Hinsicht der geplanten Waffenruhe vom Donnerstag an den
Transit zu wagen. Die andere bestand darin, nochmals bei der
Schifffahrtsgesellschaft nachzufragen, wie weit sie mit der
Genehmigung für die Aufnahme des ordentlichen Betriebs sind.
Bei meinem Anruf in der Botschaft
gelangte ich an den Konsul, welcher für die Vergabe der Visa
zuständig ist. Auch nach längerer Diskussion liess er sich nicht
überzeugen, mir ein Visum, auch nicht für den Transit,
auszustellen. ok. Auf dieser Route lässt sich nichts machen. Die
Nachfrage bei der Schifffahrtsgesellschaft brachte auch nichts neues
zu Tage, so dass die Situation hier recht nach Sackgasse aussieht.
Nun, das Ziel der Reise ist in einen Arabischen Staat und in die Wüste zu reisen. Da ist noch der Libanon, welcher als solches zwar kein Weiterkommen bietet, aber als solches ebenfalls sehr interessant ist. Ich probiere nochmals über Adressen in Beirut nach einer Fährverbindung von Zypern in den Libanon zu suchen. Antworten sollten am Dienstag eintreffen. Oder auch am Mittwoch....
Der Osten der Türkei und der Weg durch
den Irak betrachte ich nicht als Option, da diese Gegend ebenfalls
als sehr unsicher gilt. Zudem ist in den anatolischen Hochebenen im
Osten noch kräftig mit Schnee zu rechnen und darauf habe ich nun
keine Lust mehr. Mich zieht es an die Wärme, an die Sonne.
Am Nachmittag gelingt es mir auch zusammen mit dem Hotelbesitzer, welcher sehr gut englisch spricht bei der Polizei eine Verlustanzeige zu bekommen. Damit ist auch die Pflicht für heute erfüllt.
Den Rest geniesse ich die kleine
Ortschaft Ürgüp und das Hotel, welches eine Perle in der
verschachtelten Innenstadt ist.
| Impressionen Ürgüp |
| überall präsent: Laufburschen |
| kenn ich doch... |
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